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Kantonspolizei Thurgau Polizeikommando Medienmeldung Bilanz-Medienkonferenz 2010 der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau
2010: Weniger Unfälle auf Thurgauer Gewässern KREUZLINGEN (kapo) Die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau zog an einer Medienkonferenz am Freitag eine durchschnittliche Bilanz der vergangenen Wassersportsaison. Während die Unfallzahlen auf dem Bodensee erfreulicherweise zurückgingen, mussten auf den Fliessgewässern Hochrhein und Thur Personen aus teils lebensgefährlichen Situationen gerettet werden. Eine Person verlor 2010 im Thurgauer Teil des Bodensees ihr Leben (2009: 2 Personen). Eine 74-jährige Schwimmerin erlitt im Juli im Obersee bei Egnach einen Herzinfarkt und konnte nur noch tot geborgen werden. Die Zahl der Verletzten lag 2010 mit vier Personen nur knapp halb so hoch wie 2009 (zehn Verletzte). Dabei handelte es sich um einen Mann, der sich beim Sturz auf einem Boot Kopfverletzungen zugezogen hatte, einen Schwimmer, der nach einer Kollision mit einer Metallboje wiederbelebt werden musste, sowie zwei Personen, die im Kreuzlinger Hafenbecken im dünnen Eis eingebrochen waren und durch die Kantonspolizei Thurgau gerettet werden mussten. Auch die Gesamtzahl der Unfälle auf Bodensee und Hochrhein war letztes Jahr mit 28 (2010: 48) wesentlich tiefer. Dies, obwohl die Seepolizei während Stürmen im Juli mehrere Seenoteinsätze leisten sowie diverse Schiffe bergen musste, die sich von ihren Ankerplätzen losgerissen hatten. Die Gesamtschadenssumme fällt wegen mehreren gesunkenen Schiffen bedeutend höher aus als im Vorjahr. Mehr Wetterwarnungen, weniger Vermögensdelikte Die Windwarnungen, gemeldet von der MeteoSchweiz in Zürich und dem Deutschen Wetterdienst in Stuttgart, haben gegenüber den Vorjahren leicht zugenommen. So nahmen etwa die von der Kantonalen Notrufzentrale im Polizeikommando Thurgau ausgelösten Wetterwarnungen für Starkwind und Sturm von 263 auf 287 Ereignisse zu. Die Trefferquote der Meteorologen war dabei hoch. Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden 2010 zu praktisch gleich vielen Einsätzen wie im Vorjahr aufgeboten (2010:21, 2009:22). Unter anderem mussten eine Leiche sowie fünf Schiffe aus dem See geborgen werden. Zwei Tauchunfälle mussten von der Seepolizei bearbeitet werden. Ein Sporttaucher erlitt bei Reinigungsarbeiten im Delphinarium des Freizeitparks Cony-Land einen Herzinfarkt. Nach einem Notaufstieg aus 20 Metern Tiefe bei Taucharbeiten in einer Trinkwasserfassung in Weinfelden wurde zudem ein Arbeitstaucher zur Überwachung ins Spital verbracht. Diese Ereignisse sowie die Personenrettungen in der Thur sind in der Bodenseestatistik nicht enthalten. Sehr erfreulich ist der Rückgang bei den Vermögensdelikten. So wurden beispielsweise lediglich drei Entwendungen von Schiffsmotoren angezeigt (2009: 38). Von den sieben (2009: 15) als entwendet gemeldeten Schiffen konnten vier wieder aufgefunden und den rechtmässigen Besitzern zurückgegeben werden. Der Bodenseepegel bewege sich vom Sommer bis zum Spätherbst im oberen Bereich der langjährigen Aufzeichnungen. Total wurden rund 2’142 Boote von den technischen Experten der Seepolizei/Schifffahrtskontrolle geprüft. 519 Personen legten die Bootstheorieprüfung ab, 663 wurden praktisch geprüft. Die ebenfalls zur Seepolizei gehörende Ölwehr verzeichnete keine nennenswerten Einsätze. Gesamter See: Deutlich weniger Unfälle und Verletzte Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2010 insgesamt 145 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine deutliche Abnahme um 72 Unfälle (-33 %). Diese forderten 42 Verletzte (2009: 61) und 13 Tote (2009: 12). Im vergangenen Jahr mussten 302 Personen gerettet werden (2009: 235) Die Schadenssumme aller Unfälle beläuft sich auf rund 316’000 Euro, was gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 40% bedeutet. Box: Wildbach Thur - unberechenbar und gefährlich Im vergangenen Jahr musste die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau viele Einsätze auf der Thur leisten. So konnten Mitte Juli in Hüttlingen in einer aufwändigen Aktion zwei Personen aus akuter Lebensgefahr gerettet werden, nachdem sie mit ihrem Kanu in einer Wasserwalze gekentert waren. Aber auch weitere Rettungen, Bergungen und Arbeiten in und entlang der Thur beanspruchten die Seepolizei stark. Es zeigte sich einmal mehr, dass die Gefahren des Wildbachs Thur durch die Freizeitkapitäne und Schwimmer oftmals stark unterschätzt werden. Die Thur gilt als nicht schiffbares Gewässer, das Befahren geschieht deshalb auf eigene Gefahr
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Bilder: Seepolizei ![]() |
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